"Ich wollt', ich wär' ein Huhn,
Ich hätt' nicht viel zu tun,
Ich legte täglich nur ein Ei und sonntags auch mal zwei."

Wie schön es wäre, wenn das Hühnerleben so idyllisch wäre wie bei dem beliebten Musikstück. Doch leider ist inzwischen nahezu allen bekannt, dass konventionelle Hühnerhaltung weit weg von einem schönen Hühnerleben ist. Vor allem sind wirtschaftlich nur die Legehennen interessant, denn sie legen die Eier. Bis 2022 wurden nach dem Schlupf alle männlichen Küken getötet. Seit diesem Jahr ist das Kükentöten verboten und die neue Methode nennt sich In-Ovo-Selektion: Hierbei wird das Geschlecht des Huhns schon im Ei festgestellt und männliche Küken danach aussortiert. Die Geschlechterbestimmung kann aber erst ab dem neunten Tag stattfinden, zu diesem Zeitpunkt ist das Küken schon weit entwickelt und wird nach dem Aussortieren ebenfalls getötet.

In der ökologischen Tierhaltung ist die Tötung der männlichen Küken, ob vor oder nach dem Schlupf, inakzeptabel. Aus diesem Grund wurde im März 2021 eine neue Biolandrichtlinie beschlossen. Diese Richtlinie schreibt vor, dass die Brüder der Bioland-Legehennen aufgezogen werden müssen. Die Aufzucht der Brüderhähne bringt natürlich erhöhte Kosten mit sich: mehr Arbeitskraft muss investiert werden, die Hähne werden artgerecht gehalten und mit hochwertigem Biofutter versorgt. Die Hähne setzen außerdem langsamer Fleisch an als die hochgezüchteten Masthähnchen und brauchen ca. 9 Monate bis zur Schlachtreife (Masthähnchen benötigen 6-8 Wochen). Durch den langsameren Wuchs ist das Fleisch der Bruderhähne von besonderer Qualität, schmeckt würziger und ist durch den erhöhten Muskelanteil etwas fester.

Wir vom BiolandHof Engemann unterstützen den Gedanken der Bruderhähne und stehen hinter diesem Konzept. So ziehen wir, bzw. unser Hühnerlieferant, für jede unserer Legehennen einen Bruderhahn groß. Dieses Konzept spiegelt sich natürlich auch im Preis der Eier wider. Wir können unseren Kunden jedoch versichern, dass sie sich mit dem Kauf unserer Bioeier für eine artgerechte und qualfreie Tierhaltung entscheiden.

Dafür danken wir Ihnen.

Bioland hat zum besseren Verständnis des Gedankens der Bruderhahnaufzucht acht Fakten zusammengestellt. Für weitere informationen sprechen Sie uns gerne an.

 

Bruderhahnfakt #1

Die männlichen Geschwister der Legehennen werden Bruderhähne genannt. Legehennen sind so veranlagt, dass sie besonders viele Eier legen, dafür setzen sie wenig Fleisch an. Deshalb ist die Mast der Bruderhähne aufwändiger und teurer.

Bruderhahnfakt #2

Bruderhähne sind keine Masthähnchen. Sie setzen weniger Fleisch an – das deckt nicht die Kosten für Aufzucht und Fütterung. Die Bruderhähne werden über die Eier ihrer Schwestern finanziert, diese sind deshalb etwas teurer.

Bruderhahnfakt #3

Wir lehnen die Geschlechtsbestimmung im Ei ab. Denn: die derzeitigen Verfahren zur „In-Ovo-Selektion“ verlagern das Problem nur, anstatt es zu lösen. Es gibt Alternativen zum Kükentöten, sie lauten Zweinutzungshuhn und Bruderhahn-Aufzucht.

Bruderhahnfakt #4

Die Bruderhähne der Legehennen wachsen in Bio-Haltung auf. Das bedeutet, sie genießen viel Platz, frische Luft und können ihren natürlichen Bedürfnissen nachgehen.

Bruderhahnfakt #5

Eier, Suppenhenne und Bruderhahn: Das sind die Eckpfeiler einer stabilen und nachhaltigen Geflügelhaltung. Mit dem Kauf von Bioland-Bruderhahnprodukten unterstützen Sie eine ganzheitlich artgerechte Tierhaltung.

Bruderhahnfakt #6

Die Aufzucht der Bruderhähne bringt hohe Kosten mit sich. Zum einen bedeutet es mehr Arbeit, zum anderen werden die Hähne artgerecht aufgezogen, mit viel Auslauf ins Grüne und bekommen natürlich hochwertiges Bio-Futter zu fressen.

Bruderhahnfakt #7

Die Aufzucht der Bruderhähne ist nur eine Zwischenlösung, bis das Zweinutzungshuhn ausreichend erforscht und gezüchtet ist. Dieses soll sowohl Eier als auch Fleisch in ausreichender Menge liefern. Erst dann lohnt sich die Aufzucht von Henne und Hahn auch wirtschaftlich. Deshalb engagieren wir uns in verschiedenen Projekten in der Züchtung dieser Zweinutzungsrassen.

Bruderhahnfakt #8

Zu den Eiern gehören die Hähne untrennbar dazu. Wer ein stabiles System in der Geflügelwirtschaft unterstützen möchte, muss auch das Fleisch mitdenken.

 

huhn

 

 

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