Die Liebe zur Region

Regionales Engagement ist für uns ein sehr wichtiges Thema und zieht sich wie ein roter Faden durch unser Unternehmensprofil.

Schon zu Beginn unserer wirtschaftlichen Laufbahn versuchten wir durch die Direktvermarktung auf den Wochenmärkten und einer Gemüseabo-Kiste Transparenz hinsichtlich der erzeugenden Betriebe zu fördern. Doch zur wahren Regionalität gehört mehr und genau das versuchen wir weiter zu entwickeln und zu unterstützen.

Wir engagieren uns stark im regionalen Ehrenamt.
Andreas war sehr lange der Ortslandwirt von Eissen. Im Zuge seines Amtes organisiert er u.a. Informationsveranstaltungen mit dem Thema "Ökologischer Landbau", um die ansässigen Bauern zu informieren und an dem erworbenen Wissen teil haben zu lassen. Mittlerweile ist er Kreisvertreter der heimischen Ökolandbauern und Sprecher des Ökoausschusses vom WLV (Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband e.V., www.wlv.de) und vertritt so die nordrhein-westfälischen Biobauern im Bundesausschuss.
Andreas Engemann ist außerdem im Stadtrat von Willebadessen tätig.

 

 

Klaus Engemann engagiert sich beim BIOLAND Verband und ist stellvertretender Gruppensprecher für den Bereich Paderborn/Höxter, außerdem Mitglied der Bundesdelegiertenversammlung. Diese Versammlung entscheidet über die Entwicklungen des Biolandverbandes, humorvoll 'Biolandparlament' genannt. Weiterhin setzt er sich stark für sein Heimatdorf Eissen ein und ist Vorsitzender des örtlichen Bürgervereins.


Warum regional? Und warum ist das gar nicht so einfach?
Die klassische Regionalität kennt nahezu jeder, der auf dem Wochenmarkt einkauft. Auch wir sind auf den regionalen Wochenmärkten zu finden und verkaufen dort sogenannte Monoprodukte wie Salat, Möhren, Kohlrabis aus unserem eigenen Anbau, die keine weitere Verarbeitung benötigen.
Hier sind nur kurze Wege notwendig und die Nähe zum Erzeuger unterstreicht die Transparenz der Herstellung.
Sobald es jedoch in die Produktverarbeitung geht, stößt man auf die ersten Probleme. Regional existiert wenig Lebensmittelhandwerk, das heißt die weiterverarbeitenden Betriebe fehlen. So braucht das Lebensmittelhandwerk kleinere Vorstrukturen, doch da auch kleine Betriebe die gleichen Anforderungen erfüllen müssen, die auch die Industrie zu erfüllen hat, werden der Regionalität große Steine in den Weg gelegt.


Dies lässt sich anhand eines einfachen Beispiels vermitteln.
Um ein regionales Müsli zu erzeugen, braucht man beispielsweise Haferflocken und Trockenfrüchte. Die erste Instanz der Herstellung ließe sich gut umsetzen, der Hafer und beispielsweise Äpfel lassen sich in der Region ohne größere Probleme gut anbauen. Jetzt kommt der Flaschenhals, in dem die regionale Produktion ins Stocken gerät: Die nächste Flockenquetsche, die Bioprodukte verarbeitet, befindet sich in Lippe und einen Betrieb der das Obst schonend dörrt, findet sich ebenfalls nicht regional.

 

 

Ein gutes Beispiel für ein gelungenes, regionales Produkt ist in Zusammenarbeit mit der Warburger Brauerei Kohlschein entstanden: Bio Helles (www.warburger-brauerei.de). Frei nach der Mundart "Trinken für die Börde!" ;-). Die von uns angebaute Braugerste wird nach ökologischen Gesichtspunkten angebaut und fördert somit die Biodiversität unserer Börde.

In Eissen gibt es über 40% ökologischen Landbau und gibt so vielfältigen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Es wächst Kleegras auf den Feldern, Hecken stehen zwischen den Feldern, so dass eine ganze Reihe an Insekten passende Lebensbedingungen finden können.

 

Schaut man über die Eissener Gemarkung hinaus, dann wird auf einem konventionell bewirtschafteten Weizenfeld sofort der Unterschied klar: Der Weizen wächst so dicht, das keine Lerche einen Nistplatz finden kann. Auch der Fuchs kann nicht ungehindert durch das Feld streifen, im dichten Getreide würde er vollkommen die Orientierung verlieren. Es bleibt ihm nur die Spritzspur. So spielt Ökolandbau auch im Naturschutz eine wichtige Rolle.

Zusammen mit dem BioFairVerein (Verein ökolebensmittelverarbeitender Betriebe, die nur 100% ökologisch angebaute Produkte verarbeiten; www.biofair-vereint.de) versuchen wir als Beispielbetrieb die Frage zu beantworten: Was bleibt von unserer regionalen Wertschöpfung in der Region erhalten? Hierbei wird mit universitärer Unterstützung die regionale Wirtschaftsleistung anhand von Wertschöpfungsketten berechnet und ausgewertet.